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[Hurriya] Freispruch für 60 Angeklagte der Hurriya-Besetzung

Freispruch  für 60 Angeklagte im letzten Gerichtstermin der Hurriya-Besetzung am 17. September 2018

Nach bereits fünf Verschiebungen der Prozesstermine seit der Räumung der gefüchtetensolidarischen Hurriya-Besetzung in Thessaloniki nach dem No Border Camp im Juli 2016, ist es nun endlich zu einer Urteilsverkündung gekommen. Den 60 angeklagten Personen wurde Störung öffentlichen Friedens und kollektive Beteiligung an krimineller Sachbeschädigung in besonders hohem Wert vorgeworfen. 30 von 60 Personen wurde darüber hinaus Verstoß gegen das Präsidialdekret vorgeworfen (hierbei handelt es sich vermutlich um diejenigen, die die Abgabe von Fingerabdrücke und Fotos verweigert haben).

Anmerkung: Die oben genannten Vorwürfe sind aus dem griechischen Gesetz und ins Deutsche übersetzt, deshalb nicht eins zu eins auf deutsche Rechtslage übertragbar.

Aufgrund des Mangels an personalisierten Beweisen der 60 Personen war das gerichtliche Urteil ein Freispruch in allen oben aufgezählten Punkten für alle Beteiligten dieses Gerichtsprozesses. Die 60 Angeklagten wurden von sechs solidarischen Anwält*innen vertreten und die Kosten, die für diesen Prozess entstanden sind, trägt die Kampagne You cant evict solidarity.

Ein großer Dank und Anerkennung geht an die sechs Anwält*innen, die die Menschen ausdauernd in den immer wieder verschobenen Prozessterminen vertreten haben! Wir freuen uns,sehr über das positive Resultat des Prozesses mit einem Freispruch für alle – insbesondere in so extrem repressiven Zeiten wie diesen.

Dennoch: noch immer sind viele Menschen von Repressionen betroffen und dafür geht der Kampf weiter!

Our passion for freedom is stronger than any prison!

[Thessaloniki – Griechenland ] Linkes Squat “Libertatia” von FaschistInnen angegriffen und abgebrannt

Angriffe aus Demo von 40.000 „aufrechten“ Griech*innen

Es war ca. 16 Uhr am Nachmittag, die antinationale Gegendemo wurde gerade aufgelöst, als uns die Nachricht erreichte, dass nach einer Serie von Angriffen auf solidarische Häuser das linke Squat Libertatia abgebrannt wurde.

Der Namensstreit um das Nachbarland von Griechenland schwelt schon lange. In den 90er Jahren gingen hunderttausende Menschen in Griechenland auf die Straßen, um ihren Unmut kundzutun. Im Kern wird der Name Mazedonien alleinig der Region Nordgriechenlands zugeschrieben. Auch die „Nationalität“ Alexanders des Großen wird in Frage gestellt. Mazedoniens orthodoxe Bevölkerung wird auch aufgrund der Religion als griechisch angesehen und eines der Banner auf der Demo in Thessaloniki am 21. Januar 2018 trug die Aufschrift „WIR sind Mazedonien“.

Zu der Demo rief ein sehr unterschiedliches Spektrum auf, von christlich-orthodoxen Priestern bis zu nationalistisch-konservativen Oppositionsparteien und Rechtsextremen; die Stimmung auf dem Platz war geprägt von tausenden blau-weißen Flaggen, martialisch auftretenden Neo-Nazis aber auch Familien mit Kindern.

Mazedoniens Bestreben in die NATO aufgenommen zu werden oder der EU beizutreten, wird von Athen mit seinem Veto-Recht blockiert. Es werden Forderungen geaeussert, dass Mazedonien seinen Namen vollständig ändern soll, auf griechischen Landkarten wird es als „ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien“ bezeichnet. Auch Alexis Tsipras aeusserte sich, angesichts der fortschreitenden Verhandlungen mit der NATO, man solle in Betracht ziehen, dass es ein „Nord-Mazedonien“ oder ein „Neu-Mazedonien“ geben könne, um diesen „nationalen Unsinn“ zu beenden.

Wie das Libertatia in eigenen Stellungnahmen schreibt, haben die Angriffe auf die besetzten Häuser im Schutze dieser Massendemonstration stattgefunden und ist auch nur durch die Deckung dieser nationalistischen Menge möglich gewesen. Die Stimmung in Thessaloniki kippte an diesem Tag, hin zu einem Klima der Angst und Repression. Migrantischen* Freunden wurde empfohlen nicht aus dem Haus zu gehen. Später am Abend wurde berichtet, dass maskierte und mit Knüppeln bewaffnete Rechtsextreme auf Motorrädern durch die Stadt patrouillierten.

Ein Mob aus 60-70 Faschisten und Fußball-Hooligans griff unter anderem das soziale Zentrum Skoleio („Schule“) mit Steinen an und wurde von der anwesenden Polizei nicht daran gehindert. Das Libertatia berichtet von einem ersten Angriff, der abgewehrt werden konnte. Später wurde das Libertatia ein zweites Mal von einem Mob mit Banner in Anwesenheit von Polizeikräften angegriffen. Dieses Mal flogen Bengalos, die aufgrund der chemischen Reaktion extrem schwer zu löschen sind, in das Haus. Protestierende Nachbar*innen wurden beschimpft und zum Teil auch beworfen. Die Polizei stand währenddessen mit einem Streifenwagen und einem Auto der Zivilpolizei daneben und griff nicht ein.

Im Zuge dessen brannte das Libertatia vollständig aus.

Das Kollektiv des Libertatia rief daraufhin zu einer Solidaritätsdemonstration am darauffolgenden Tag auf. Diese war kraftvoll, energisch und lautstark. Gegen Ende der Demonstration griff die Polizei die DemonstrantInnen mit Tränengas an. Im Zuge von kleineren Rangeleien wegen einer Blockade durch die Polizei wurden fünf Protestierende festgenommen, der Gerichtstermin für eine eventuelle Untersuchungshaft findet am Freitagvormittag, 26.01.18, statt.

 

Stellungnahme des Libertatia:

Solidarity demonstration for the squat Libertatia

Squat Libertatia’s statement regarding today’s arson

Today – Sunday, January 21th – around 1.30pm and just before the
nationalist gathering for Macedonia, fascist teams who took part in it
realized several attacks on occupied spaces.
First, they attacked the free social space "Σχολείο" and they were
rejected with success by our comrades. Then, they approach our squat,
provoking some damages on the facade and the fence. These damages were
fixed immediately by the members of our collective, who then decided to
join the antinationalist gathering in Kamara. About two hours later, a
group of some 60/70 fascists attacked again our squat with molotov
cocktails and distress flares, which provoked the fire. At this time,
there were no-one left in the building as everyone were in the gathering
in Kamara. While the attack was going on, there were so many cops in
plain clothes and vans of the antiriot police (τα ΜΑΤ) who were staying
next to the squat. They covered the attack without intervening.
The resistance of the neighborhood must be noticed, as some people went
to their balconies and screamed at the fascists, who replied insulting
them and throwing flares to them. When the fascists tried to head again
towards Σχολείο, the police was already there holding the place,
covering the fascists and locking the comrades inside the building.
Don’t be fooled: these attacks and the setting on fire of the building
couldn’t have happened without the « support » of the gathering for
Macedonia. They were going there and they were coming back from there.
All the far-right and neo-nazi groups were calling for this gathering
but no-one gave a fuck about it, offering them social legitimacy and
public space so they could express and act freely. We know very well
that all this couldn’t have happened under other circumstances and
that’s why everyone should clarify its position regarding fascism. All
these energies from such actual and real groups work as supplements for
the repression from the State agains those who fight and resist for
something better. Everyone should have a stand regarding the arson of a
building with more than a century of history which has been abandoned
for decades. The arson of a building that we, anarchists, libertarian
communists and revolutionnaries, have decided to renove and maintain,
first to cover housing needs of proletarians, migrants and people who
are expelled by the State and Capitalism and also in order to create a
radical political space where people can grow together and promote a new
libertarian culture. It must be clear to everyone that we are here
talking about a criminal act, which could have ended with tragic
consequences, i.e deaths.
These attacks doesn’t mean that we will stop fighting against the State,
capitalism and fascism. No attack can manage neither terrorizing us nor
making us do curtsey for any fascist, but with conscience and
determination, for a society of equality and freedom, we will continue
to fight our ideal.

THE FASCIST ATTACKS WON’T STAY UNANSWERED
LET’S RAISE DIKES AGAINST THE FASCIST THREAT
FOR ANARCHY AND LIBERTARIAN COMMUNISM
DEMONSTRATION ON MONDAY 01/22 AT 6PM IN FRONT OF THE SQUAT

during the demo 5 people got arrested
the court is at friday
we need any kind of political solidarity
also there is a need of economical support (fistrly for the court money
- that could be around 6000 Euros - secondary to start rebuilding the
squat)

there will be more feedback the next days.

For anarchy and libertarian communism

Libertatia, collective for libertarian communism

p.s.

-please forward the e-mail to other collectives or individuals
-usefull links: https://www.facebook.com/libertatiasquat/
                http://libertatiasquat.blogspot.gr/

[Thessaloniki] Besetzung Libertatia von Faschist*innen niedergebrannt

Am vergangenen Sonntag (21. Januar 2018) wurde in Thessaloniki (Griechenland) am Rande einer Großdemo griechischer Nationalist*innen die Hausbesetzung Libertatia von Faschist*innen niedergebrannt. Wir dokumentieren eine Stellungnahme der Besetzer*innen (Quelle: https://barrikade.info/Stellungnahme-der-Besetzung-Libertatia-Thessaloniki-745):

Thessaloniki: Besetztes Haus von Faschisten niedergebrannt – Stellungnahme der Besetzung Libertatia

Heute, am Sonntag, dem 21.1.2018, um circa 13.30, kurz bevor die nationalistische Demonstration für den Namen Mazedonien anfing, haben faschistische Gruppen, welche an dieser Demo teilnahmen, eine Serie von Angriffen auf verschiedene Besetzungen in Thessaloniki begonnen. Nachdem sie das freie, soziales Zentrum und Besetzung „Scholio“ angriffen, wo sie mit Erfolg zurückgeschlagen werden konnten, griffen sie unsere Besetzung an und verursachten Schäden am Zaun und an der Fassade. Diese Schäden wurden von Mitgliedern unserer Gruppe sofort wieder repariert. Unsere Gruppe entschied sich danach, an der anti-nationalistischen Versammlung am Kamara teilzunehmen. Nach etwa zwei Stunden wurde unsere Besetzung von einer Gruppe von 60–70 Faschisten erneut angegriffen. Dieses Mal mit Molotowcocktails und Bengalen, wodurch das ganze Haus in Brand gesteckt wurde. Zu diesem Zeitpunkt befand sich niemand im Gebäude, wegen der Versammlung am Kamara. Während der ganzen Attacke auf die Besetzung waren Zivilpolizisten und ein Bus der Spezialeinheit MAT vor der Besetzung parkiert. Sie schützten den Angriff und zeigten keine weitere Reaktion. Die Reaktionen der Nachbarschaft müssen erwähnt werden. Die Leute standen auf den Balkonen und schrieen die Faschisten an. Diese schimpften Beleidigungen zurück und warfen auch auf die Nachbarn Bengalen. Als die Faschisten danach erneut die Besetzung „Scholio“ angriffen, legte die Poliziei dieselbe Parteilichkeit an den Tag: die Angreifer wurden beschützt und die GenossInnen des „Scholio“ wurden in ihrem Gebäude eingeschlossen.

Wir sollten uns nicht täuschen: Ohne der Mazedonien-Demo wären diese Angriffe der Faschisten nicht möglich gewesen, denn diese Demo war ein Schutzraum für die faschistischen Angriffe. Die Angreifer gingen zu dieser Demo und kamen von ihr wieder zurück.
Alle rechtsextremen und Neonazi-Gruppen riefen zu dieser Demo auf, aber niemand kümmerte dieses Faktum. Ihnen wurde dadurch soziale Legitimität und öffentlicher Raum geboten, um sich auszudrücken und zu handeln. Wir sind uns ganz genau bewußt, dass diese Dinge unter anderen Umständen nicht möglich gewesen wären, und deswegen muss jeder und jede darüber nachdenken, wie er sich gegen Faschismus stellen kann. Diese Aktionen paramilitärischer Gruppen funktionieren als Unterstützung der staatlichen Repression gegen alle Menschen, die kämpfen, und für etwas Besseres einstehen. Denken wir alle darüber nach, wer von der Brandstiftung an einem Gebäude mit einer mehr als hundertjährigen Geschichte profitiert, welches für mehrere Jahrzehnte leergestanden ist. Ein Gebäude, das wir als Anarchisten, libertäre Kommunisten und Revolutionäre entschieden, zu besetzen und zu renovieren, einerseits um den Bedarf an Wohnraum von Proletariern, Immigranten und Leuten, die von Staat und Kapital angegriffen werden zu decken, anderereits um einen freien Raum radikaler politischer Auseinandersetzungen von Individuen zu schaffen und eine neue, libertäre Kultur zu fördern. Es muss deutlich festgestellt werden, dass es sich um eine kriminelle Aktion handelt, die auch ein weit tragischeres Ergebnis zur Folge gehabt haben könnte, das heißt Tote.

Diese Angriffe werden uns auf keinen Fall aufhalten. Wir werden den Faschisten keinen solchen Gefallen tun, sondern weiterhin mit stählernem Bewusstsein und Trotz für eine Gesellschaft von Gleichheit und Freiheit und unsere Ideale kämpfen! Gegen Staat, Kapital und Faschismus!
Kein Angriff kann uns terrorisieren!

FASCHISTISCHE ANGRIFFE WERDEN NICHT OHNE ANTWORT BLEIBEN!
ERRICHTEN WIR BARRIKADEN GEGEN DIE FASCHISTISCHE BEDROHUNG!
FÜR DIE ANARCHIE UND DEN LIBERTÄREN KOMMUNISMUS!

Demo: 22.1., 18.00 Uhr, vor der Besetzung Libertatia.

Libertatia/Gruppe für den libertären Kommunismus

[Thessaloniki] Urteil im Prozess gegen Albatros-Besetzer*innen

Heute, am 15. Dezember 2017, wurden die 9 Besetzer*innen der Besetzung Albatros zu 6 Monaten Haft auf 3 Jahre Bewährung verurteilt. Die verurteilten Besetzer*innen und ihre Unterstützer*innen haben angekündigt gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Wir als “You can`t evict solidarity”-Kampagne werden sie dabei finanziell unterstützen.

Die Geflüchteten-solidarische Besetzung “Albatros” war im Herbst 2016 nach der Räumung der besetzten Häuser “Orfanotrofeio”, “Hurriya” und “Nikis” während dem No Border Camp in Thessaloniki im Juli 2016 entstanden. Sie wurde am 5. April 2017 geräumt. Dabei wurden im Haus 13 Menschen von der griechischen Polizei verhaftet, sowie 9 Unterstützer*innen vor dem Gebäude.

Im Folgenden dokumentieren wie ein Statement von Besetzer*innen des Albaross zum Prozess und dem Urteil:

On the 15th of December 2017 the prosecution of the people
 evicted from the squatted house Albatross in april this year continued.
 The owners of the house tried to sue for damages, allegedly caused by
 the squatters who fixed a lot of problems in the house which was
 abandoned for ten years before it was brought to live again, and even
 the judge had to acknowledge this was a ridiculous claim.

 However everybody who was arrested in the house was found guilty of
 squatting, except for one person from germany who hired a lawyer that
 spoke out against squatting in court with the only aim of getting an
innocent verdict for his client. This shows plainly how the
 justice system rewards people denying the violence and contradictions
we are confronted with every day and paying lip
 service to the state. They are charged with 6 month prison on three
years probation. Another person, that was not arrested during the
eviction but present during the arrest is charged with 7 months prison
on three years probation for resisting the police.

 Those of us without european passports, were other than in similar
cases also charged and
 found guilty for squatting. Not everybody has the chance to choose how
one wants to live and some were just trying to live a more dignified
life than in the camps around thessaloniki. It is an attempt to scare
those who are oppressed from acting and speaking out against their
marginalisation and oppression.

The clearly political trial and the populistic media campaign
surrounding it show once more that a system that knows only profit and
efficency is neither able nor willing to ensure the needs of people.
Property is the base of this system, establishing and manifesting the
divisions of rich and poor, european and non-european and therefore
deciding who has the right for a dignified life and who doesn't.

 While we are happy that the owners will not be able to extort money
 from us with the help of the legal system we will not accept this
 decision! With our lawyers we are confident to be able to reach an
 innocent verdict in an appeal.

 No Justice - No Peace!
No roof without people - no people without roof!


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Heute, den 15. Dezember 2017, wurde die Strafverfolgung der Menschen,
die im April diesen Jahres bei der Räumung des besetzten Hauses
"Albatross" festgenommen wurden, forgesetzt. Die Besitzer*innen des
Hauses versuchten die Angeklagten auf Sachschaden, der angeblich von den
Besetzer*innen am Haus begangen wurde, zu verklagen. Dieser Vorwurf ist
lächerlich, wie selbst der Richter anerkennen musste, da die
Besetzer*innen das Haus, das seit 10 Jahren leer stand, wieder in einen
bewohnbaren Zustand versetzten.

Bis auf eine Person aus Deutschland, die einen separaten Anwalt
beauftragt hatte, der sich vor Gericht mit dem einzigen Ziel, einen
Freispruch zu erlangen, gegen Hausbesetzungen aussprach, wurden alle
Angeklagten zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Dies zeigt
offensichtlich, wie das Rechtssystem Menschen belohnt, die die Gewalt
und die Widersprüche mit denen wir jeden Tag konfrontiert sind
verleugnen und ein Lippenbekenntnis zum Staat ablegen. Eine andere
Person, die nicht bei der Räumung festgenommen wurde, aber bei der
Verhaftung anwesend war und wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt
angeklagt war, wurde zu 7 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Auch diejenigen von uns ohne europaeischen Pass wurden entgegen
aehnlichen Faellen verurteilt. Nicht alle von uns haben die Möglichkeit
zu entscheiden wie sie leben möchten und manche suchten nur nach einer
würdevolleren Unterkunft als die Camps um Thessaloniki. Es ist ein
Versuch die Unterdrückten davon abzuhalten, aktiv und verbal gegen ihre
Unterdrückung und Marginalisierung vorzugehen.

Das ganz klar politische Gerichtsverfahren und die populistische
Medienkampagne, die sie begleitet hat, zeigen einmal mehr, dass ein
System, das nur Mehrwert und Leistung kennt weder fähig noch willens ist
die Grundbedürfnisse der Menschen zu decken. Eigentum ist die Grundlage
dieses Systems, das die Unterschiede zwischen arm und reicht, europäisch
und nicht-europäisch konstatiert und manifestiert und somit entscheidet
wer das Recht auf ein Leben in Würde hat und wer nicht.

Obwohl wir uns freuen, dass die Besitzer*innen es nicht schaffen werden,
uns mit der Hilfe des Rechtssystems Geld abzunötigen, werden wir das
Urteil nicht akzeptieren. Zusammen mit unseren Anwält*innen sind wir
zuversichtlich in einem Berufungsverfahren einen Freispruch erwirken zu
können.

No Justice - No Peace
No roof without people - no people without roof!

[Thessaloniki] Hurriya-Prozess erneut verschoben

Der Prozess gegen die 58 angeklagten Besetzer*innen des Hurriya-Squats wurde heute (8. November 2017) erneut verschoben. Diesmal auf September 2018.

Was das für den Prozessverlauf und unser weiteres Vorgehen bedeutet, werden wir nach dem nächsten Prozesstermin gegen die Besetzer*innen des Albatros-Squats Mitte Dezember auswerten.

 

[Thessaloniki] Prozess gegen Hurriya Besetzer*innen erneut verschoben

Am vergangenen Donnerstag, den 22.06.17, fand in Thessaloniki ein weiterer Prozesstag gegen die über 50 angeklagten Besetzer*innen des Hurriya statt. Der Prozess wurde ein weiteres Mal verschoben, diesmal auf den 8.11.2017.

[Thessaloniki] Rettet das Social Centre – Immigrants Place (Steki) in Thessaloniki!

Wir als “You cant evict Solidarity”-Kampagne unterstützen finanziell das Social Center – Immigrants Place STEKI in Thessaloniki.

Mehr Infos findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=ilANbKoiTdA

Eine Erklärung von Aktiven des Steki – Thessaloniki:

Der Antirassistischen Initiative Thessaloniki und dem Social Centre – Immigrants Place (Steki) Thessaloniki droht in den letzten Monaten aufgrund von längst überfälligen Schulden die Schließung! Konkret handelt es sich um eine Summe von 85 000€ für die Public Power Corporation (PPC oder DEI auf Griechisch) sowie um eine Summe von 5 000€, die der Stadt Thessaloniki geschuldet werden. Beide sind durch eine inzwischen geschlossene Geflüchtetenunterkunft entstanden. Für die vergangenen 6 Jahre trugen sowohl die Antirassistische Initiative sowie das Steki die Last der Schulden, da stets die Schließung der einzigen Geflüchtetenunterkunft drohte. Zu dieser Zeit gaben wir unsere eigenen Namen her, um die Elektrizitätskosten der Unterkunft zu tragen. Es war die einzige sofortige Lösung, um die Unterkunft zu erhalten und Geflüchtete davor zu bewahren, obdachlos zu werden.
Hier der Link, der zu einer Crowdfunding-Kampagne führt und nochmal Schlüsselpunkte der Soliarbeit des Projekts ausführlich beschreibt:  Spenden und mehr Infos

[Thessaloniki] Trial against Orfanotrofeio squatters: All found NOT GUILTY!

Today the third and final date of the trial against the squatters of the Orfanotrofeio-squat took place in Thessaloniki.

All 5 accused (one member of Orfanotrofeio and 4 internationals) were
found not guilty.

This was based on the fact that the wittness represanting the assembly
of Orfanotrofeio squat testifird that the Orfnaotrofeio member on trial
was not part of the initial group that squatted the place and she joined
later. Also, that the 4 internaltionals – participants in the NoBorder
camp, just slept in the squat the night before the eviction.

The accused member of Orfanotrofeio and the witness took full
responsibility for all the actions of the squat and the acrivities
inside it and defended politically Orfanotroeio. The fact that 10 months
after the demolition, the Greek church (temporary owner of the place)
has not done anything there. played its role in the courts decision.

The more than 100 comrades attending the trial started shouting slogans
when the decisdion was announced and then they held a demo towards the
center of Thessaloniki, in solidarity to migrants and the squats
threatened with eviction.

[Thessaloniki] Orfanotrofeio: The story of a house in Toumba

The story of a house in Toumba, Thessaloniki 2016

Last summer the Squat Orfanotrofio in Thessaloniki was evicted and demolished by the Greek government. One commerade faces repressions now for the squating alone, standing at court for all of us, on the trial on the 31.05.2017. We call for solidarity.

(Greek below)

The story begins with the squatting of the Orfanotrofeio in December 2015. Thousands of migrants have been declared illegal overnight and are stuck on Greek territory. Within a months they were also displaced from Idomeni, an massive self-made and to a great extent self-managed settlement near the border with the Rep of Macedonia. They were moved to isolated camps throughout the country, under the surveillance of the army and the NGOs.

Those of us who had been visiting Idomeni frequently during the summer of 2015 had seen a wall being built in front of our eyes, people practically living in the mud, being beaten up by the police, giving birth in offhand tents, burning anything they could find from the ruble for some heat in the freezing cold, being moved around from town to town and from camp to camp, in buses that would just show up and then disappear, being constantly stopped for pointless checks in the middle of nowhere on their way to the border. If when they made it to the border, they were often pushed back to Athens, where many of them fell into the hands of smugglers and even organ harvesting mafias.

The list gets longer as the plight continues. Migrants are becoming invisible again, while Greece is being transformed from a mere smuggler-State to an NGO/humanitarian fund collector. At the moment, refugees are concentrated in detention camps, prisons and police departments, where they are being murdered, psychologically crushed, and inevitably pushed towards self-abandon or structural illegality, since they have no opportunity to settle, to work, to get some education, to claim their dignity.

Who we are

Within this situation many people chose to act and stand by the migrants. Not our of pity, not for money, just like that. That is who we are. We came together from various parts of the city and of the world, from the social movement of struggles in the workplace, in our neighborhoods, at school and college, on the streets. We had the common need to create a place where locals and migrants could gather and meet, a collective space away from the surveillance and control of NGOs, of the State and its institutions, a space that would encourage equality and self-organization. This space was the abandoned former Orphanage (that had been occupied by the movement before). It was occupied so that it could provide shelter to migrants, people who are being repressed and marginalized simply because they were unlucky enough to be born on the wrong side of the earth, on the wrong side of a hierarchical bipolar value system for which some human lives are superior to others. They were unlucky enough to exist in a world that imposes and reproduces the repressive notion that divides people into privileged and disenfranchised.

What we became

We became an assembly, of privileged locals and europeans as well as migrants, with many different translations and even more languages among us, for a common struggle, not a struggle of representatives.

We squatted the former orphanage ‘Megas Alexandros’ and with our own hands we, (the migrants, the locals, the europeans) created bedrooms for up to 80 people, a kitchen, a pharmacy, a children’s space, a café, a garden. We held regular meetings with lawyers who took care of migrants’ papers, and regularly received food and clothes offered by neighbors (who often participated in the life of the house too). We organized talks and discussions within the house but also at open squares, squats and festivals about the Orfanotrofeio project, as well as about the rights of migrants to free mobility and papers. We organized actions against the evacuation and the demolition of the building, called meetings in front of migrant detention camps demanding their release, demanded free access to work and health services, several groups continued their regular visits to the camps and actively participated at antifascist initiatives. All decisions were made at the weekly assemblies that were translated in languages that covered all participants. We did not discriminate according to religion, country of origin or family status.

Most importantly, we did not and never will accept the distinction between legal and illegal migrants. For us, this squat became our vital space and the first safe place for migrants. It lasted for eight months and it was proof that we can live, work and struggle together.

Repression but not suppression

At the end of July, the police knocked on our door with cranes and bulldozers, arrested whoever they found inside and finally left the contractors finish off the holy business of the church and pulled down the entire building. It is amazing how well the town council, the SyrizANEL government, the police, the university, the mass media and the church can collaborate when it comes to the management and repression of migrants.

We had been threatened from the very beginning by the «charitable» priest mafia. There are reasons. Because the majority of migrants are muslim. Because these migrants were visible, they participated in the everyday life of a lively area, instead of being socially excluded, out of sight, as the State would want them.  Because the church wanted the estate without the building for a charitably profitable mega-project of its own.

After years of indifference, the church finally decided to demolish not only a historically significant building but most importantly a project of solidarity, that had managed to live up to the needs of society, against the logic of capital. It demolished a building that had become our home. A lot went down with it: A place for meeting, a place filled with stories and experiences, whole storage rooms with clothes and food, personal  belongings. But we will not give up. Some of us continued our journey, some have stayed here looking for a job or preparing their next move. For us, giving up would be denying the urge for freedom.

What has remained

Until today, the estate of the former squatted home at the Orfanotrofeio is full of rubble. There has been no «effective use» or «transformation» the church and  authorities were talking about. This proves what we knew already. The evacuation and the speed with which the demolition took place had nothing to do with the need to create an «institution for the common good» and everything to do with wanting to destroy a dangerous project, a community of struggle where locals and migrants lived and acted together.

The situation for migrants has not changed much. People have become accustomed to hearing about the drownings in the Aegean. The majority of refugee children did not start attending school. The camps are being “upgraded” so that they can receive more refugees, away from the city centres, isolated and marginalized. Deportations to the “safe country” of Turkey are going on, following the Greece-Turkey deal.

After the evacuation of the Orfanotrofeio squat we were lead to camps outside the city. We chose to return to the city and unite with other people in the struggle against repression, yet the State is determined to isolate and divide us. People in solidarity in court are facing serious sentences and huge fines. Our unity however is getting stronger, and we will always be together in solidarity and in a quest for a life of dignity and freedom.  We share what we have and we struggle together for what we deserve, against the devaluation of our lives and dreams. We might have lost one squat, but  above all we confirmed that the State and its lackeys are seriously afraid of self-organization, practical solidarity to the sans papiers, and common struggles of locals and migrants.

COMMUNITIES OF STRUGGLE WITH THE MIGRANTS IN ALL NEIGHBORHOODS
FOR A SOCIETY FREE OF EXPLOITATION, SEPARATION, BORDERS AND STATES
STOP ALL PERSECUTIONS NOW
SOLIDARITY TO OUR COMRADE WHO IS FACING INCARCERATION FOR THE ORFANOTROFEIO SQUAT

Meeting: THESSALONIKI COURT HOUSE, MAY 31, 9am

Former Occupied Home for Migrants ORFANOTROFEIO

If you want to support us and our commrade to pay that fine get in touch with us:
salonikasolihouse(ätt)espiv.net
facebook.com/katalipsistegismetanastonorfanotrofeio/
As well there is a solidarity campagin for all the repression put on activists in Thessaloniki:
https://cantevictsolidarityenglish.noblogs.org/


Μια ιστορία για την Τούμπα του 2016

Η ιστορία ξεκινά με την κατάληψη του Ορφανοτροφείου τον Δεκέμβρη του 2015. Χιλιάδες μετανάστ(ρι)ες κηρύχθηκαν ξαφνικά παράνομοι και εγκλωβίστηκαν στον ελλαδικό χώρο. Μέσα σε λίγους μήνες εκτοπίστηκαν και από την Ειδομένη –έναν υπαίθριο και σχετικά ανεξέλεγκτο, με στοιχεία πρόχειρης αυτοδιαχείρισης, χώρο εγκατάστασης στα σύνορα– σε απομονωμένα και επιτηρούμενα καμπς και κέντρα κράτησης σε όλη τη χώρα.

Όσοι/ες πηγαίναμε τακτικά στην Ειδομένη από το καλοκαίρι του 2015, είδαμε τον χειμώνα του 2015-2016 να χτίζεται ένας φράχτης, είδαμε ανθρώπους να ζουν μέσα στη λάσπη και να ξυλοκοπούνται από την αστυνομία, να γεννάνε σε σκηνές, να καίνε ό,τι βρουν μπροστά τους για να ζεσταθούν, να μεταφέρονται άσκοπα από πόλη σε πόλη με λεωφορεία, να «πετάγονται» από καμπ σε καμπ, να τους σταματάνε στο πουθενά ώστε να καθυστερήσουν την έλευσή τους στα σύνορα. Ακόμη και αν τα κατάφερναν, τους γύριζαν στην Αθήνα, με αποτέλεσμα πολλοί/ές να πέφτουν θύματα εμπορίου ανθρώπων, ακόμα και οργάνων. Ο κατάλογος της κακοποίησης συνεχίζεται επί μακρόν και για πάντα, αφού η κατάσταση μέχρι σήμερα δεν έχει αλλάξει. Συγκεκριμένα, οι μετανάστ(ρι)ες ξαναγίνονται αόρατοι, και η Ελλάδα, από αποκλειστικά κράτος-διακινητής, γίνεται σιγά σιγά και κράτος-εισπράκτορας κονδυλίων ανθρωπιστικής βοήθειας. Πλέον οι μετανάστ(ρι)ες σε όλη τη χώρα βρίσκονται σε καμπς, φυλακές, στρατόπεδα συγκέντρωσης και τμήματα, όπου δολοφονούνται ή εξοντώνονται, ωθούνται αναγκαστικά στην παραίτηση ή τη στημένη παρανομία, αφού δεν έχουν καμία δυνατότητα να εγκατασταθούν, να μορφωθούν, να δουλέψουν και να ζήσουν με αξιοπρέπεια.

Ποιοι-ες είμαστε

Μέσα σε αυτές τις συνθήκες κινητοποιήθηκαν πάρα πολλοί άνθρωποι στο πλευρό των μεταναστ(ρι)ών. Όχι έμμισθα, ούτε από οίκτο. Είμαστε λοιπόν κάποιοι/ες από αυτούς. Συναντηθήκαμε από διάφορα σημεία της πόλης και του κόσμου, άνθρωποι που χρόνια τώρα αγωνιζόμαστε στους χώρους εργασίας, στις γειτονιές και τις σχολές μας, άνθρωποι που συμμετέχουμε ενεργά στα κινήματα και στους κοινωνικούς αγώνες. Κοινή μας ανάγκη υπήρξε η δημιουργία ενός τόπου συνάντησης ντόπιων και μεταναστ(ρι)ών, ενός συλλογικού χώρου, μακριά από την επιτήρηση και τη διαχείριση του κράτους, των θεσμών του και των ΜΚΟ, ενός χώρου που θα προτάσσει την ισοτιμία και την αυτοργάνωση. Πρόκειται για ένα κτίριο που είχε καταληφθεί για να στεγάσει μετανάστριες και μετανάστες, στο πλαίσιο της αλληλεγγύης προς ανθρώπους που υπόκεινται την καταπίεση και την περιθωριοποίηση επειδή είχαν την «ατυχία» να μην γεννηθούν στην κυρίαρχη (καθώς και κυριαρχική) Δύση, επειδή είχαν την «ατυχία» να βρίσκονται στην υποτιμημένη πλευρά ενός διπόλου που είναι δομημένο ιεραρχικά, ορίζοντας και διαχωρίζοντας τις αξίες ανθρώπινων ζωών σε ανώτερες και κατώτερες. Επειδή είχαν την «ατυχία» να υπάρχουν σε έναν κόσμο που επιβάλλει και αναπαράγει την ύπαρξη της καταπίεσης, διακρίνοντας τους ανθρώπους σε προνομιούχους και μη.

Ποιοι-ες γίναμε: δημιουργήθηκε έτσι λοιπόν μια συνέλευση που δεν αποτελούνταν μόνο από «προνομιούχους», ντόπιους και ευρωπαίες, που οι μεταφράσεις ήταν πολλές και οι διαφορετικές γλώσσες ακόμα περισσότερες, που αγωνιζόμασταν μαζί και όχι γι’ αυτές/αυτούς.

Από τη θεωρία στην πράξη

Έτσι, κάναμε κατάληψη στο χώρο του πρώην ορφανοτροφείου «Μέγας Αλέξανδρος» και φτιάξαμε μέσα σε αυτό με τα ίδια μας τα χέρια (ντόπιοι, ευρωπαίοι και μετανάστες) δωμάτια φιλοξενίας (για έως και 80 άτομα), κουζίνα, φαρμακείο, χώρο για τα παιδιά, καφενείο, κήπο, κάναμε τακτικές συναντήσεις με δικηγόρους που φρόντιζαν για τα χαρτιά των μεταναστ(ρι)ών, με τη στήριξη της γειτονιάς σε είδη πρώτης ανάγκης αλλά και τη συμμετοχή της. Ταυτόχρονα, κάναμε εκδηλώσεις με ομιλίες μέσα στην κατάληψη αλλά και έξω από αυτήν, σε πλατείες, καταλήψεις και φεστιβάλ, μιλώντας τόσο για το ίδιο το εγχείρημα όσο και για τα δικαιώματα των μεταναστ(ρι)ών για ελεύθερη μετακίνηση και χαρτιά. Προχωρήσαμε σε παρεμβάσεις ενάντια στην εκκένωση και την κατεδάφιση του κτιρίου, καλέσαμε έξω από στρατόπεδα συγκέντρωσης με αίτημα την απελευθέρωσή τους, διεκδικήσαμε έμπρακτα την ελεύθερη πρόσβαση στην περίθαλψη και την εργασία, ομάδες ατόμων πήγαιναν συνέχεια στα καμπς και συμμετείχαμε ενεργά στα αντιφασιστικά καλέσματα. Όλα αυτά τα αποφασίζαμε και τα διεκπεραιώναμε όλες/οι μαζί, με εβδομαδιαίες συνελεύσεις σε όλες τις γλώσσες, ώστε όλοι/ες να μπορούν να συμμετέχουν. Δεν κάναμε διαχωρισμούς βάσει θρησκείας, ούτε χώρας προέλευσης, ούτε οικογενειακής κατάστασης. Επίσης, δεν αναγνωρίζαμε και δεν αναγνωρίζουμε το διαχωρισμό των μεταναστ(ρι)ών σε νόμιμους και παράνομους. Για εμάς, λοιπόν, αυτή η κατάληψη αποτέλεσε τον ζωτικό μας χώρο, καθώς και τον πρώτο ασφαλή χώρο για τους/τις μετανάστ(ρι)ες για περίπου οχτώ μήνες, και ήταν η απόδειξη ότι μπορούμε να ζούμε, να δουλεύουμε και να αγωνιζόμαστε μαζί.

Καταστολή, αλλά όχι αναστολή

Στα τέλη Ιουλίου 2016, η αστυνομία «χτύπησε την πόρτα» του Ορφανοτροφείου με ΜΑΤ, φαγάνες και μπουλντόζες, προσήγαγε όποιους/ες βρήκε μέσα (εκτός από τις οικογένειες με μωρά και μικρά παιδιά, που δεν θα έγραφαν καλά στις κάμερες). Στη συνέχεια, άφησε την εργολαβία να ολοκληρώσει το έργο της Εκκλησίας, με την κατεδάφιση του κτιρίου. Τελικά, κατηγορίες για την κατάληψη αποδόθηκαν μόνο σε ντόπιους και ευρωπαίους, ενώ όσοι μετανάστες είχαν προσαχθεί οδηγήθηκαν σε καμπς έξω από τη Θεσσαλονίκη. Η συνεργασία που επιτυγχάνουν ο δήμος, η κυβέρνηση Συριζανέλ, η αστυνομία, το πανεπιστήμιο, τα μμε και η Εκκλησία στον τομέα της διαχείρισης και της καταστολής των μεταναστ(ρι)ών είναι εντυπωσιακή.

Βέβαια, από την πρώτη κιόλας μέρα δεχτήκαμε απειλές από το κατά τα άλλα «φιλάνθρωπο» παπαδαριό, για πολλούς λόγους: Γιατί η πλειοψηφία των μεταναστ(ρι)ών είναι μουσουλμάνοι. Γιατί ήταν εμφανείς στην τοπική ζωή και καθημερινότητα και όχι κοινωνικά αποκλεισμένοι, όπως θέλει το κράτος. Γιατί η Εκκλησία διεκδικεί το οικόπεδο, χωρίς το κτίριο, για να χτίσει «φιλανθρωπικό» μεγαθήριο για τα κέρδη της. Έτσι, μετά την χρόνια απραξία της, τελικά προχώρησε στην καταστροφή όχι μόνο ενός ιστορικού κτιρίου, αλλά και ενός εγχειρήματος, που με όλα του τα προβλήματα στάθηκε αλληλέγγυο και στο ύψος των περιστάσεων απέναντι στις πολιτικές των συμφερόντων που εξυψώνουν το κέρδος και υποβαθμίζουν τον άνθρωπο. Ένα κτίριο που κατάφερε να γίνει το σπίτι μας. Με αυτήν την κατεδάφιση χάθηκε ένας χώρος συνάντησης, γεμάτος ιστορίες και βιώματα, αποθήκες γεμάτες είδη πρώτης ανάγκης που είχαν συγκεντρωθεί και πολλά προσωπικά αντικείμενα, αλλά όχι η επιμονή μας. Κάποιοι συνέχισαν το ταξίδι τους, κάποιοι παρέμειναν ακόμα εδώ ψάχνοντας για δουλειά ή προετοιμάζοντας την επόμενή τους κίνηση. Αν δεν συνεχίζαμε, θα ήταν σαν να αρνιόμαστε το ίδιο το ένστικτο της ελευθερίας.

Τι έμεινε

Φυσικά, μέχρι και σήμερα ο χώρος όπου στεγαζόταν η κατάληψη στέγης μεταναστ(ρι)ών Ορφανοτροφείο είναι γεμάτος μπάζα. Τελικώς δεν έγινε καμία αξιοποίηση του χώρου. Το γεγονός αυτό δείχνει ότι η εκκένωση και η ταχύτητα με την οποία ξεκίνησε η διαδικασία κατεδάφισης δεν επαληθεύει τα λεγόμενα κράτους και Εκκλησίας για αξιοποίηση του χώρου για το κοινό συμφέρον, αλλά δηλώνει την πρόθεση να χτυπηθεί ένα «επικίνδυνο» εγχείρημα, ένα κέντρο αγώνα όπου ντόπιοι και μετανάστ(ρι)ες ζούσαν και πάλευαν μαζί.

Σήμερα η κατάσταση για τους μετανάστ(ρι)ες δεν έχει αλλάξει. Οι πνιγμοί έχουν γίνει συνήθεια, τα παιδιά των μεταναστ(ρι)ών στη συντριπτική πλειοψηφία τους δεν πηγαίνουν σχολείο, και τα καμπς «αναβαθμίζονται» για να στοιβάξουν και άλλες/ους, περιθωριοποιώντας τους μακριά από τη ζωή της πόλης. Κόσμος συνεχίζει να απελαύνεται μαζικά στην «ασφαλή» Τουρκία με βάση το σύμφωνο ΕΕ-Τουρκίας. Τα 70 στα 100 ευρώ που αντιστοιχούν σε κάθε μόνιμα εγκατεστημένο αιτούντα άσυλο δεν ξέρουμε πού πήγαν.

Ως μετανάστ(ρι)ες μετά την εκκένωση οδηγηθήκαμε σε καμπς εκτός πόλης, και ανεξάρτητα από την επιλογή μας να γυρίσουμε στο κέντρο της πόλης και να ενωθούμε με τους υπόλοιπους/ες στον αγώνα κατά της καταστολής, φάνηκε ξεκάθαρα η πολιτική διαχείριση, της απομόνωσης και της διάσπασης, που ακολουθεί το κράτος. Ως αλληλέγγυες/οι αντιμετωπίζουμε μεγάλες ποινές φυλάκισης και υπέρογκα ποσά σε δικαστικά έξοδα. Οι σχέσεις μας όμως δυναμώνουν και θα μας συνδέει πάντα η αλληλλεγγύη και η ανάγκη για αξιοπρεπή ζωή. Μοιραζόμαστε όσα έχουμε και αγωνιζόμαστε μαζί για όσα μας ανήκουν, ενάντια στις αιτίες που γεννούν την υποτίμηση των ζωών μας. Σίγουρα επιβεβαιώσαμε το πιο σημαντικό: ότι τα εγχειρήματα αυτοοργάνωσης των μεταναστ(ρι)ών, η έμπρακτη αλληλεγγύη στους/στις χωρίς χαρτιά και οι κοινοί αγώνες ντόπιων και μεταναστ(ρι)ών είναι και παραμένουν η μεγαλύτερη απειλή για το κράτος και τα τσιράκια του.

 

ΚΟΙΝΟΤΗΤΕΣ ΑΓΩΝΑ ΜΕ ΤΙΣ/ΤΟΥΣ ΜΕΤΑΝΑΣΤ(ΡΙ)ΕΣ ΣΕ ΟΛΕΣ ΤΙΣ ΓΕΙΤΟΝΙΕΣ

ΓΙΑ ΜΙΑ ΚΟΙΝΩΝΙΑ ΕΛΕΥΘΕΡΗ, ΧΩΡΙΣ ΕΚΜΕΤΑΛΛΕΥΣΗ, ΔΙΑΧΩΡΙΣΜΟΥΣ, ΣΥΝΟΡΑ ΚΑΙ ΚΡΑΤΗ

ΚΑΜΙΑ ΔΙΩΞΗ ΤΩΝ ΣΥΛΛΗΦΘΕΙΣΩΝ

ΑΛΛΗΛΥΕΓΓΥΗ ΣΤΗ ΣΥΝΤΡΟΦΙΣΣΑ ΠΟΥ ΑΝΤΙΜΕΤΩΠΙΖΕΙ ΠΟΙΝΗ ΦΥΛΑΚΙΣΗΣ

ΓΙΑ ΤΗΝ ΚΑΤΑΛΗΨΗ ΤΟΥ ΟΡΦΑΝΟΤΡΟΦΕΙΟΥ

 

Πέμπτη 25 Μάη, 7 μμ: Συγκέντρωση – Εκδήλωση, πλατεία Αγ. Θεράποντα, Τούμπα

Τετάρτη 31 Μάη, 9 πμ: Δικαστήρια Θεσσαλονίκης

 

Πρώην συνέλευση κατάληψης στέγης μεταναστ(ρι)ών Ορφανοτροφείο

Thessaloniki: Trial for the eviction of the squat Albatros postponed

Report by comrades from Thessaloniki.

The trial against the arrested at the eviction of the squatted house Albatros on April 5th 2017 that was supposed to happen last Thursday 4th of May was postponed again to December 15th 2017.

The weeks between the trial and the day of the trial the Greek mainstream media has built up a campaign targeting autonomous solidarity movements. “Alpha TV” has tried to link demonstrations against the closing of the borders to the international acivists that have been arrested during the eviction. This narrative is used to victimize and mute people that are rising up against the injustices they are facing on the one hand and is on the other hand trying to criminalize structures and movements that refuse to participate in the management of migration movements by only providing humanitarian aid and that struggle against the political and systematic roots of this situation. Like this the media and the governments are trying to delegitimize resistance against the system of borders and nations and the connection of the struggle for freedom of movement with other social struggles, like the struggle for housing or the struggle against capital.

The owner of the former squat Albatros is using this media attention to depict herself as the victim. She is still refusing the former inhabitants of Albatros the possibility to take their belongings from the house.

This is the statement of the accused for the squatting of the house Albatros:

The legal situation and the living conditions of people forced to migrate in Greece and other countries in Europe are not giving people a chance to have a life in dignity. The conditions in the camps on the islands and the mainland of Greece are not even providing people with their basic needs, not to mention the freedom to make choices about one’s own life or participating in a society or community. The EU Turkey deal and the closing of the so called “Balkan route” have led to people being stuck here and even dying because of the horrible conditions in the camps, prisons and detention centers they are forced to live in. These circumstances have also led to the fact that they are forced to choose dangerous ways of traveling when a safe and “legal” way was made impossible.

The current system of only being able to obtain a legal status via Skype leads to a situation where people are divided in having legal papers and not having legal papers and is therefore excluding an ever growing group of people from access to any form of humanitarian aid structures. People are forced to live on the streets and due to racist police practices like racial profiling, they live in constant fear of police brutality, being controlled, put in jail and deported either to their home countries or third countries like Turkey, where their life can be in danger and their living conditions are even worse.

There is clearly a need for adequate housing and conditions that allow people to be human again and not the object of the political despotism of the EU migration policy. The occupation of a house that has been abandoned for years like many others in Thessaloniki is a reaction to these circumstances and an attempt to give people back the dignity they are deprived from. It is also a political act against the capitalist right for property, a system that is establishing and maintaining inequality. We do not see the squatting of this house as a criminal act but a form of political resistance against a humanitarian crisis that was created on purpose in order to scare people from overcoming the divisions of rich and poor, europeans and non-europeans, that the system of capital and nation state needs in order to reproduce itself. The squatting of the house was considered a danger for this system and the eviction of it was therefore a political act by the authorities and not just an act that wants to give back the house to it’s “owners”. It is a part of an ongoing war against self-organized and autonomous projects as it already became obvious in the evictions of three houses in Thessaloniki in summer 2016 and the recent evictions on Lesvos and in Athens. The treatment of us by the authorities and media during the eviction and in the police station as well as the treatment of us and supporters in the courthouse last Thursday where we were constantly exposed to verbal and physical violence, is just another proof that the authorities want to make an example of us against autonomous solidarity structures. Since the beginning of the so called “refugee crisis” this strategy has not changed.

It is the first time that the people without a european passport are also accused for squatting and this has the purpose of scaring others from becoming politically active against their oppression and isolation in the society. This is targeting a group of people that has been labeled as “economic migrants”, which means they are already facing a huge discrimination in the asylum procedure and are more threatened with deportations than others. We do not agree with the accusation of the destruction of the house. The house was in a very bad condition when it was found with the walls falling off and dirt everywhere. The more than 100 people that have called this house their home over the time of it’s existence as a squat have put constant work and effort into rebuilding and improving the conditions of the house.

We demand all charges against us and our friends that still have to face trial for the events last Wednesday to be dropped. We condemn the imprisonment of our friend Aziz, who was held prisoner for two more weeks for not being able to obtain legal papers and demand an end of the practice of imprisonment of people practicing their right to freedom of movement in Greece and elsewhere. FREEDOM FOR ALL POLITICAL PRISONERS! FREEDOM TO CHOOSE WHERE AND HOW WE WANT TO LIVE!”

In order to cover the costs that are following with the trial there is a need for support. Also physical support in order to keep independent and autonomous solidarity structures with people stuck in Greece ongoing is needed. If you want to support the people of Albatros in their struggle write an email with your pgp encryption key to antirep-thessaloniki@riseup.net.

We also support the accused of Albatros squat with the ‘cantevictsolidarity’-campaign.